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Reinigung PV Anlagen

Reinigung PV Igensdorf 89 kwp am 07.02.2022

  • Inbetriebnahme : 2017
  • Reinigung erfolgte zu spät !
  • Reinigungs-zyklus ev. von 5 auf 3 Jahre reduzieren
  • Härtegrade des Wassers: 9 Grad dH

Allgemeine Tips

Verschmutzungsarten

Welche Verschmutzungen sind auf PV-Modulen relevant?

Die Verschmutzungen auf PV-Modulen sind neben Vogelkot in erster Linie vom Ursprung der Stäube und Aerosole aus der Umgebung abhängig. Meist sind dies in der Landwirtschaft Stäube aus dem Stall, von Futtermitteln, durch die Verwendung von Einstreu, durch feine Sandpartikel oder durch Ernterückstände. Die Stäube bestehen hautsächlich aus organischen Verbindungen (Fette, Kohlenhydrate, Proteine) und mineralischen Rückständen (Asche, Ruß etc.). In welchen Anteilen die Inhaltsstoffe auf ­einem Stalldach anzutreffen sind, hängt in hohem Maße von der Tierart und der Haltungsform, insbesondere des Einstreumanagements, ab. Nach DLG-eigenen Untersuchungen verschiedener Verschmutzungen im Stallaußenbereich variierten die Rohascheanteile zwischen 12 – 20 %, Roh­protein­anteil zwischen 35 – 60 % und Rohfettanteil zwischen 6 – 10 %. Dies deckt sich weitestgehend auch mit anderen Literaturangaben.
Wird bei der Reinigung hartes Wasser verwendet, ist gegebenenfalls auch mit Kalkablagerungen zur rechnen.

Reinigen mit Reinigungsmitteln

Wann empfiehlt sich die Verwendung eines Reinigungsmittels?

  • Bei fetthaltigen Verschmutzungen (vor allem bei Anlagen auf Geflügel- und Schweineställen)
  • Bei hartnäckigen Verschmutzungen wie Vogelkot
  • In Regionen mit hartem, kalkhaltigem Wasser (ca. ab 8 °dH / 1,5 mmol/l) zur Enthärtung.

Was ist bei der Verwendung eines Reinigungsmittels zu beachten?

Grundsätzlich eignen sich saure Reinigungsmittel bei anorganischen Verschmutzungen wie Kalkablagerungen. Alkalische Reiniger oder neutrale Mittel mit hohem Tensidanteil werden bei fett- und proteinhaltigen Verschmutzungen eingesetzt. Wichtig ist allerdings, stets die Materialverträglichkeit des jeweiligen Produktes zu beachten. Hierbei geht es nicht nur um das Modul selbst. Das Reinigungsmittel kann auch die Modulbefestigung oder das Dach angreifen.

So gilt in jedem Fall: Nur vom Hersteller freigegebene Produkte einsetzen!

Ein weiterer Aspekt ist die Umweltverträglichkeit: Es ist im Einzelfall zu prüfen, wo die Reinigungslösung abließen kann, z. B. in die Güllegrube oder in die Wiese. Die Inhaltsstoffe des Reinigungsmittels müssen ökologisch und ggf. auch für die Ausbringung als Gülle auf dem Feld unbedenklich sein.

Reinigen mit entmineralisiertem/enthärtetem Wasser

Welches Wasser eignet sich am besten für die Reinigung?
Es sind viele Wasserarten im Gespräch: Leitungswasser, Regenwasser, Brunnenwasser, enthärtetes Wasser, entmineralisiertes Wasser, Osmosewasser.

In Regionen mit weichem, kalkarmem Wasser (bis ca. 8 °dH / 1,5 mmol/l) kann Leitungswasser in der Regel problemlos zur Reinigung eingesetzt werden.

In Regionen mit hartem, kalkhaltigem Wasser (ab ca. 8 °dH / 1,5 mmol/l) sollte zusätzlich ein Reinigungsmittel oder ein Wasserenthärtungssystem eingesetzt werden. Wird weder ein Reinigungsmittel noch ein Wasserenthärtungssystem eingesetzt, bleiben nach der Abtrocknung der gereinigten Module Kalkflecken auf der Oberfläche zurück, die ebenfalls die Leistung des Moduls herabsetzen können.

Üblicherweise liegt die Wasserhärte von Regenwasser nahe null. Dadurch eignet sich auch Regenwasser prinzipiell zur Reinigung von Photovoltaikanlagen. Eine Wasserprobe des Regenwassers ist allerdings unerlässlich, da es beim Auffangen und Speichern des Wassers zu Verunreinigungen kommen kann. Dies gilt auch für Brunnenwasser, da hier häufig erhöhte Mangan- und Eisengehalte vorkommen können.

Bei der Nutzung von Regen-/Brunnenwasser empfiehlt sich stets die Verwendung eines Wasserfeinfilters am Geräteeingang.

Die Herstellerangaben für das zu verwendende Wasser sind zu beachten.

Links für die Reinigung

Published inAllgemein

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